
Trick 77: Den Kopf am Court durchlüften
Luftschlösser verschlingen gewaltige Unterhaltskosten, sagt der Volksmund. Deshalb braucht es für Lüftung, Heizung/ Klima oder Sanitär den richtigen Partner mit der richtigen Technik. Zum Beispiel die Pfiffner AG, im Racket-Mekka Wollerau als Sponsor seit 17 Jahren am Netz.
Gute Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat. Der TC Ried hat ein paar. In der Juniorenförderung oder im Interclub 2008 auf dem Weg zum Meisterkübel der NLA der Herren wäre kein Angriffsball möglich ohne die Kraft und die Substanz der Gönnervereinigung. In deren Kreis wimmelt es von Namen, die mehr sind als Schall und Rauch. Zum Beispiel die Pfiffner AG.
Deren Patrons haben zwar ein Faible für den grossen (Fuss-)Ball. Peter Pfiffner unterstützt im noblen Zirkel ''Blue Label'' die blauen Wunder im Grasshopper-Club, was beim Kunterbunt der Grasshüpfer derzeit kein Kompliment darstellt. Mit der Weisheit des Alters setzte Senior Heinz Piffner als Supporter auf den FC Zürich – ein meisterlicher Vorteil, spielte doch der Stadtklub im letzten Mai wie einst im Mai.
Gott sei Dank hört der Horizont der Pfiffners nicht an der Strafraumgrenze auf. Sie pflegen die zwischenmenschlichen Beziehungen. Intern existiert dabei eine besondere, sportliche Sitzungs-Kultur. Einen Teil der Geschäfts-Meetings halten Pfiffners nämlich am Tenniscourt im Doppel im wöchentlichen Rhythmus ab, praktisch fliegend zwischen Return und Aufschlag.
Spass beiseite. Das gesellschaftliche ''Doppelt oder nüt'' der Firmenspitze hat Tradition. Das Tennis bringt den Businessleuten Erholung und stiftet Kitt, wie er oft Familien-Imperien auszeichnet. Regelmässig mit am Tennisball ist Hans Peter Guler. Der Patron, der den TC Ried durch alle schwyzerischen Untiefen lotst, ebnete der Firma, in der als Geschäftsführer wirkt, den Weg ins Erlenmoos.
Der schlaue HPG hütet sich im Tennis vor zu vielen Love-Sets über den Vorgesetzten. Die Eintracht könnte zur Zwietracht werden. Dabei wirkt der studierte ETH-Elektroingenieur Peter Pfiffner robust wie einer, der auch mal ein Ass des Gegners wegstecken kann, ohne das Herzflimmern zu kriegen. Der CEO mit dem in den USA geholten Feinschliff hat den Sport im Blut und die sportliche Fitness mit ins Unternehmen getragen. Im FC Kilchberg wieselte er einst als halber Overath im Mittelfeld bis zur Verletzung, Arrêt terminus. Bis heute fiebert er für Fussball, für GC’s Kummerbuben und den SV Werder Bremen. Aktiv taktiert er selber im Tennis und am Schachbrett mit den 64 Feldern.
Das Schach oder Matt gilt auch im beruflichen Alltag. Der Chef forciert dabei nicht die Solonummer, sondern das Teamwork. Dieses setzt Teamgeist voraus, der auf der Teppichetage beginnt. Die Ratschläge Älterer erreichen den jüngeren Boss, der druckfertig die Philosophie bestechend einfach umreisst: Verantwortung delegieren, zusammen anpacken. Peter Pfiffner weiss genau: Wer die andern neben sich klein macht, wird nie gross. Wer anders arbeitet, ist vor dem Erfolg nicht sicher. Der Umsatz der Pfiffner AG tendierte zuletzt nur in eine Richtung - nach oben.
Das kann dem TC Ried Wollerau recht sein. Partner mit Pfiff und Dampf sind gesucht. Peter Pfiffner findet die interregionale Tenniswelle am Zürichsee ''sympathisch und professionell''. Er sieht den Sport als Freizeit-Inhalt für Jugendliche zum Beispiel. Kein Wunder, dass die eigene Jungmannschaft schon früh mit dem Racket hantiert. Auch die vierte Familien-Generation Pfiffner wird die sportliche Spur nicht verlassen und keine Luftschlösser bauen.